Melkfett in die Hose
Eine gute Portion Melkfett macht nicht nur Kühe glücklich! An den richtigen Stellen und in guter Dosis macht es auch uns Radlern Freude und schützt vor Schmerzen im Schritt.
Natürlich hat das kosmetische Melkfett das wir verwenden wollen nur noch wenig mit dem ursprünglichen Einsatzgebiet zu tun – aber für die Haut ist es wohltuend.
Melkfett besteht hauptsächlich aus Vaseline. Verschiedene Zusatzstoffe wie Kamille, Vitamin E, Sojaöl und mehr sollen dafür Sorgen, dass Hautirritationen so weit wie möglich vermieden werden. Die relativ feste Konsistenz sorgt dabei dafür, dass das Fett nicht verläuft und dort bleibt wo es hingehört.
In unserem Fall – geneigte Leser – ist das der Schritt. Gerade bei längeren Strecken auf dem Rad oder wenn man sich wieder an den Sattel gewöhnen muss, kann eine Portion Melkfett hier wirklich befreiend wirken.
Also vor der Tour eine gute Portion dahin packen wo es weh tun wird und dann rein in die Hose.
Ich persönlich habe das schon in meiner Marathonzeit benutzt. Zu der Zeit kam das Fett auch in die Achseln wegen der Reibung und bei Regen auch auf Arme und Beine um ein Auskühlen zu verhindern.
Wer bei längeren Strecken auch Probleme mit dem Füßen hat, dem kann ich hier auch nur empfehlen die betroffenen Stellen vor der Tour mit Melkfett zu beschmieren (ruhig ordentlich drauf) und dann rein in den Socken.
Das Zeug haftet dabei so gut, dass bei mir selbst nach 4-5 Stunden immer noch eine Schicht vorhanden ist.
Ein Hinweis: Wenn man es großflächig aufträgt, sollte man es nicht länger als ein paar Stunden auf der Haut lassen. Der hohe Fettanteil verstopft die Poren. Damit ist die physiologischen Hautatmung und der Temperaturaustausch an diesen Stellen gestört. Also nach der Tour unter die Dusche, wegschrubben und gut.
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