RTF in Rosenheim
Leider etwas verspätet hier noch ein Bericht mit ein paar Bildern vom Radmarathon in Rosenheim am 28. Juni diesen Jahres.
Der Radmarathon in Rosenheim ist mit meistens über 1.200 Teilnehmern eine der größeren RTFs in Oberbayern. Da mussten natürlich auch wir dabei sein, auch wenn das Wetter eher Regen und Kälte versprach.
Früh morgens um 6 ging es los. Dabei waren Uwe, Lenzi, Hans, Hubert und meine Wenigkeit. Lenzi hatte “mal eben so” seinen T5 mit einem selbstgebauten Radträger ausgerüstet, so dass 3 Renner ohne Probleme im Kofferraum Platz fanden. Zwei weitere wurden im Zweitwagen verladen und so ging es in Kolonne auf den Weg ins 50 km entferne Rosenheim.
Schon auf der Fahrt konnte man erkennen, dass die Veranstaltung gut besucht sein würde. Fast alle Autos vor und hinter uns auf der B15 hatten ein oder mehrere Räder im Gepäck.
Wie erwartet war am Start alles bestens organisiert. Wir hatten die Startplätze bereits vorbestellt und alles verlief wie am Schnürrchen. Um Punkt 7 Uhr ging es dann im großen Feld auf die Strecke.
Die Veranstalter wurden vorher nicht müde, uns alle auf ein rücksichtsvolles Fahren und auf das Benutzen der Radwege einzuschwören. Ich finde das gut und richtig so, wollen wir doch mit dem Autoverkehr gemeinsam die Straßen nutzen und weder den Autofahrern noch uns das Leben erschweren.
Wie der RSV Rosenheim allerdings seine Strecke ausgeschildert hatte, um eben die Nutzung der Radwege zu erreichen, sollte uns später aber noch mehrere Flüche entlocken.
Nach dem Start vergingen die 38km bis zur ersten Verpflegung aber wie im Flug. Das Fahren in einem mehrere Dutzend Fahrer starken Feld ist einfach etwas anderes. Auch wenn wir fünf meist an der Spitze unterwegs waren – Uwe kann ja nix anderes -, merkte man kaum etwas in den Beinen als schon die erste Pause nahte.
Danach fecherte das Feld natürlich auf und von der ersten zur zweiten Station waren wir in einem etwa 10-15 starken Gruppetto unterwegs. Die Strecke war schön geführt, sehr ruhig und angenehm zu fahren.
Direkt nach der zweiten Station bei 85km ging es in den ca. 10 km langen Anstieg auf den ersten richtigen Berg und über die Grenze nach Österreich. Dummerweise ließ hier die Beschilderung stark nach. Entweder es kamen über Strecken von 15-20 km gar keine Schilder mehr, oder sie waren so mißverständlich aufgestellt, dass es in unserer Gruppe zwei Mal krachte und wir mehrere Male langsamer wurden und diskutierten ob wir denn richtig gefahren seien. Gerade durch diese Grüppchenbildung und die zwei Fast-Unfälle gerieten wir als Hindernisse in den laufenden Verkehr.
Beispiel: Wir fahren artig den Radweg – war auch kein Problem. Der Radweg endet und wir fahren auf die Straße. Nach 20 Metern kommt ein Schild nach hart links und an einer Abbiegung links ebenfalls nach hart links. Die Vorderleute gehen also in die Eisen um die überraschende Abbiegung nicht zu verpassen: RUMS! Mehrere Auffahrunfälle. Bei genauerer Betrachtung stellt sich dann fest: Die Pfeile forderten uns nicht zum Abbiegen auf, sondern zum Wechseln der Straßenseite da der Radweg auf der anderen Seiten weiterführte. Da musste man aber erstmal drauf kommen :/
Wie dem auch sei flogen wir über den ersten Berg und ab nach Österreich. Hier dann wieder Schilderprobleme, da erst nur unklare Schilder und dann über 20km gar kein Schild mehr zu sehen waren. Das war nicht schön. Irgendwann kam aber wieder eins und die Erleichterung war allen anzumerken. Wir waren doch noch richtig. Schnell folgte dann mit dem Anstieg nach Samerberg die eigentliche Herausforderung der Strecke. Im leichten bis schweren Nieselregen plagten wir uns die tolle Strecke bis nahe an die Baumgrenze hoch.
Nach Samerberg war es fast nur noch ein gemütliches Ausrollen, bis wir wieder in Rosenheim ankamen. Alles in allem eine tolle RTF, die auch bei schlechtem Wetter sehr viel Spaß gemacht hat.
Alleine die etwas merkwürdige Beschilderung hat uns in Teilen etwas den Spaß verdorben, aber wir sind ja angekommen ;)
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